Hotel und Landgasthaus "Der Distelhof"
Hotel und Landgasthaus "Der Distelhof"

Presseartikel Freies Wort 03.08.2016

Abgehängt und ausgebremst: Gasthof leidet unter Baustelle

Presseartikel, 03.08.2016
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Presseartikel, 03.08.2016
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Presseartikel

Der Neuanfang war ihre Chance (von Jürgen Glocke)

Artikel erschienen in der Allgemeinen Hotel- und Gastronomiezeitung, 15. November 2014 von Jürgen Glocke

Presseartikel, 15. November 2014
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Auf schwierigem Terrain behauptet (von Jürgen Glocke)

Artikel erschienen im Meininger Tageblatt, 08. März 2013 von Jürgen Glocke

 

In der Gastronomie arbeiten, schuften, wenn andere Feierabend haben oder das Wochenende genießen – für viele käme das nicht in Frage. Für andere ist es ein Traumjob. „Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen“, sagen Klaus Reps (60) und Christina Porsch (53), die seit mehr als 20 Jahren in Dillstädt das Hotel/Landgasthaus Der Distelhof betreiben.
„Wie für die meisten unserer Landsleute hieß es auch für uns nach der Wende: beruflich neu orientieren. Wir entschieden uns für ein Leben als Hoteliers und Gastronomen und hatten den Ehrgeiz, erfolgreich zu sein“, erinnert sich der diplomierte Elektrotechniker und studierte Betriebswirtschaftler, der bis 1990 als Hauptbuchhalter im Interhotel Thüringentourist in Suhl tätig war. Der Verlust seines Arbeitsplatzes einerseits und die infolge der Wiedervereinigung entstandenen unternehmerischen Möglichkeiten ließen ihn darüber nachdenken, wie ein 1905 von seinem Urgroßvater Johannes Reps errichteter, aber längst leer stehender Bauernhof in Dillstädt als künftige Erwerbsquelle dienen könnte.
Im Oktober 1992 eröffneten Klaus Reps und seine Lebensgefährtin Christina Porsch das Hotel und Landgasthaus Der Distelhof. Von Anbeginn an war das Haus gut besucht. Bald überstieg die Nachfrage die Möglichkeiten. Eine Erweiterung ermöglichte die Verdopplung der Übernachtungskapazität, so dass den Gästen seitdem 46 Betten in 26 modern eingerichteten Zimmern zur Logis bereitstehen. Die beiden Restaurants des Distelhofs bieten Platz für insgesamt 110 Personen.
Nach starken Anfangsjahren markierte die Währungsumstellung 2001 eine Zäsur. Nicht nur, dass die Hotelbuchungen und der Gastronomiebetrieb zurückgingen. Die Preis- und Kostenentwicklung in nahezu allen Bereichen des Lebens und der Wirtschaft kannte nur noch eine Richtung: aufwärts. Mit schlimmen Auswirkungen auf viele Betriebe und auch auf den privaten Sektor. Vielen ging die Luft aus. Während sich Staat und Banken sanierten, mussten die gemeinen Steuerzahler sehen, wie sie aus eigener Kraft zurechtkamen. Für das kleinteilig strukturierte und in weiten Teilen mit einer dünnen Finanzdecke ausgestattete Gastgewerbe Thüringens erwies sich das als besonders schwierig. Die Folgen: sterbende Kneipen (fast jede dritte Kneipe in Thüringen hat seit 2001 dichtgemacht) und sinkende Umsätze in der Tourismuswirtschaft.
Dass sich das Hotel und Landgasthaus Der Distelhof bis heute am Markt behaupten konnte, obwohl seine Betreiber weder gelernte Hotelfachleute noch Gastronomen noch Köche sind, hat vor allem mit Mut und Disziplin zu tun. Sicher war auch etwas Glück mit im Spiel, das Glück des Tüchtigen eben. Und nicht zuletzt die Erkenntnis, dass es kein Zurück gab: „Beruflich gab es keine berufliche Alternative und unsere Rentenprognose war ernüchternd, verhieß knapp 300 Euro. Wir mussten einfach durchhalten und das Beste aus der Situation machen“, erklärt Klaus Reps.
Sie haben das Beste daraus gemacht. Dank exzellenten kaufmännischen Wissens und eiserner Disziplin beim Einnahmen-Ausgaben-Management gelang ihnen die Gratwanderung, welche das Geschäft bisweilen war. Das regionale Potenzial nutzend konnten sie den Distelhof als Ziel von Menschen etablieren, die gern wandern oder Radtouren unternehmen, daneben aber auch Museen, Theater, Burgen, Schlösser, Parkanlagen und weitere Kulturstätten besuchen möchten. Mit speziellen Angeboten für
Reisegruppen, geführte Wandertouren und Transferservice ist Der Distelhof auf zeitgemäße Gästewünsche eingestellt.
Das Hauptklientel im Hotel sind Klaus Reps zufolge Ruhe und Gemütlichkeit schätzende Wochenend- und Kurzurlauber, zumeist der Generation 50 plus angehörig. Daneben checken gern Dienstreisende sowie im Umland beschäftigte Bauarbeiter, Ingenieure und Architekten ein. Für viele Gäste sind die verkehrsgünstige und dennoch ruhige Lage und ein gutes Preis- Leistungsverhältnis wichtige Buchungsgründe. Stammgäste schätzen darüber hinaus die typische Thüringer Gastlichkeit und die Tatsache, dass die Küche durchgehend von 11 bis 22 Uhr geöffnet ist und die Speisekarte bodenständige Spezialitäten ausweist, zubereitet mit frischen Zutaten und Produkten aus dem Landstrich, vom Chef persönlich eingekauft. Die Küche, in der Koch Jörg Sittig regiert, der sein Handwerk im DDR-Vorzeigehotel Panorama in Oberhof erlernt hat und das Restaurant-Ambiente dürften auch Ausschlag gebend dafür sein, dass sich Familienfeiern in den letzten Jahren verstärkt zu einem wichtigen betriebswirtschaftlichen Posten entwickelt haben.
Als zusätzliche saisonale Bettenfüller erweisen sich Sportveranstaltungen von Weltrang in Oberhof wie Biathlon- und Rennrodelwettkämpfe, aber auch die jährlichen Dampfloktage in Meiningen sowie überregionale und teilweise internationale Veranstaltungen Suhler Motorsport- und Bogensportclubs. Mehr als ein durchschnittlicher Auslastungsgrad im Hotel von 30 Prozent wird dennoch nicht erreicht. Dass der Betrieb trotzdem funktioniert, liegt hauptsächlich an den geringen Personalkosten. Drei Vollzeitbeschäftigte (mit dem Chef), drei Teilzeitkräfte und ein paar Pauschalisten nach Bedarf schmeißen den Laden. „Die Personaldecke ist optimal abgestimmt. Viele Handgriffe, für die in anderen Häusern Dienstleister bemüht werden, erledigen im Distelhof Chef und Chefin selbst“, erklärt Christina Porsch. Beispielsweise in Sachen Buchhaltung und Steuererklärungen. Hier erweisen sich ihre beruflichen Vorgeschichten – sie Wirtschaftskauffrau und Steuerbüro- Mitarbeiterin, er Betriebswirtschaftler und Buchhalter – als ideale Voraussetzungen.
Dass die Konstellation passt, zeigt die Tatsache, dass der Distelhof bereits vier Mal in Folge drei Dehoga-Sterne verliehen bekam, die ihn als komfortables Haus ausweisen. Drei Jahre ist eine solche Klassifizierung gültig, dann erfolgt eine erneute Überprüfung nach den aktuellen Kriterien. Der Distelhof ist eins von etwa zwei Dutzend Häusern im Landkreis, das drei Sterne vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband vorweisen kann. Für das Hotelteam sind die Sterne eine Bestätigung der geleisteten Arbeit, für den Gast ein Qualitätssignal.
Wer nichts wird, wird Wirt – dieses uralte Sprichwort hat, davon sind Klaus Reps und Christina Porsch überzeugt, längst ausgedient. Im Hotel- und Gastronomiegewerbe halten können sich heute nur Leute, die rechnen und das Geld zusammenhalten können, die in wirtschaftlich-kalkulatorischer Hinsicht gut bewandert sind und nicht alleweil nach der Feierabend-Uhr schielen. Klaus Reps und Christina Porsch haben das, von äußeren Umständen und tiefer Liebe zum Beruf getrieben, früh erkannt und beherzigt. Über die Maßen weit geht ihre Selbstdisziplin dabei. Außer am 24. Dezember und zwei Wochen für Renovierungs- und andere innerbetriebliche Arbeiten im November oder Februar hat das Haus jeden Tag geöffnet. Das bringt mit sich, dass die beiden seit sechs, sieben Jahren nur noch getrennt Urlaub machen können. Doch die eiserne Disziplin hat sich gelohnt. Aus Branchenneulingen sind Insider geworden. Und der Distelhof steht heute so gut wie ohne Schulden da.

Presseartikel Meininger Tageblatt vom 08. März 2013
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Mutig nach den Sternen gegriffen

Presseartikel vom 21.10.2008 (Freies Wort - Suhl)
Presseartikel vom 21. Oktober 2008
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Kontakt

Hotel und Landgasthaus "Der Distelhof"

 

Dorfstr. 3

98530 Dillstädt

 

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+49 36846 60547

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